Psychotherapeutische Universitätsambulanz

Übersicht

Wer wir sind

Wir sind eine psychotherapeutische Ambulanz für Ausbildung, Forschung und Lehre. Wir bieten Erwachsenen umfassende diagnostische und psychotherapeutische Hilfe bei psychischen Erkrankungen an.

Unsere Ambulanz ist dem Weiterbildungsstudiengang in Psychologischer Psychotherapie und dem Arbeitsbereich Klinische Psychologie der Universität Koblenz-Landau angegliedert.

 

 

Aufnahme einer Behandlung

Wenn Sie Interesse an einer Behandlung haben, dann nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf. Wir senden Ihnen zunächst einen Eingangsfragebogen zu und informieren Sie über das weitere Vorgehen. Als Ambulanz für Ausbildung, Forschung und Lehre nehmen wir an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Aufgrund unserer spezifischen Aufgaben können wir leider nicht allen Interessentinnen und Interessenten einen Therapieplatz anbieten.

Behandlungskosten

Die Kosten für die Behandlung werden von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Hierzu stellen wir nach den ersten fünf probatorischen Gesprächen einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse.

Im Erstgespräch informiert Sie unsere Leitung ausführlich über das Behandlungsangebot.

Wen wir behandeln

Die Behandlung findet vorrangig in Form von Einzelgesprächen statt. Zusätzlich werden zu speziellen Themengebieten Gruppenbehandlungen angeboten (z.B. Training sozialer Kompetenzen, Progressive Muskelentspannung). Wir behandeln Erwachsene, die unter folgenden Problemen oder Erkrankungen leiden:

  • Panik- und Angststörung
  • Soziale Ängste & Phobien
  • Zwangshandlungen und -gedanken
  • Depression
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Anpassungsstörung
  • Essstörung (z.B. Magersucht, Bulimie)
  • Sexuelle Funktionsstörung
  • Psychosomatische & somatoforme Störungen
  • Krankheitsängste
  • Chronische Schmerzen & Tinnitus
  • Persönlichkeitsstörung

Unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Psychotische Störungen & Suchterkrankungen

Sprechstunde für Privatpatienten

In unserer Sprechstunde für privatversicherte Patient/inn/en bieten wir Ihnen umfassende Diagnostik und Beratung zum gesamten Spektrum psychischer Störungen und klären gemeinsam mit Ihnen den Bedarf nach einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung sowie deren Voraussetzungen. Psychotherapien bei approbierten psychologischen Psychotherapeut/inn/en werden im Haus angeboten.

T 06341-280356-00

Behandlungsschwerpunkte unsere speziellen Angebote

Angstsprechstunde

  • Haben Sie Ängste das Haus zu verlassen, sich in Menschenmengen aufzuhalten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder Auto zu fahren?
  • Haben Sie panikartige Ängste das Haus zu verlassen, sich in Menschenmengen aufzuhalten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder Auto zu fahren?
  • Fürchten Sie sich vor sozialen Situationen, etwa im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich vor anderen peinlich zu verhalten?
  • Haben Sie Angst vor bestimmten Tieren, Umweltereignissen, vor engen Räumen oder Höhen?
  • Erleben Sie dabei starke körperliche Symptome wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen oder die Befürchtung zu erbrechen? Meiden Sie Situationen oder Orte, an denen es zu Angst kommen könnte?

Dann leiden Sie möglicherweise unter einer Angststörung oder Phobie. Im Rahmen unserer Angstsprechstunde können wir Ihnen weiterhelfen.

In einem Gespräch mit einer Psychologin/einem Psychologen verschaffen wir uns einen Überblick über Ihre Ängste und beraten Sie hinsichtlich der Möglichkeiten zur Hilfe.

Wir verfügen über spezifische Angebote zur Behandlung von Angststörungen. Ziel unseres verhaltenstherapeutischen Vorgehens ist es, den Teufelskreis aus Angst, Vermeidung und negativen Bewertungsprozessen zu durchbrechen. Nach ausführlicher Vorbereitung lernen Sie mit therapeutischer Unterstützung gezielt angstbesetzte Situationen aufzusuchen, das Vertrauen in sich wiederherzustellen und Ihren Bewegungsradius zu erweitern.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin zur Angstsprechstunde.

T 06341-280356-00

WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE IN UNSEREM FLYER (PDF)

COMPARE – Psychotherapeutische Behandlung bei psychisch erkrankten Eltern

Das Therapieangebot ist Mittelpunkt eines großen Forschungsprojekts (Leitung: Prof. Dr. Hanna Christiansen, Professur für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Philipps-Universität Marburg), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Mehrere universitäre Zentren für Psychotherapie arbeiten dabei zusammen.

Wir wissen aus verschiedenen Studien, dass sich elterliche psychische Erkrankungen auch auf die Kinder auswirken und die Kinder ein erhöhtes Risiko haben, selber zu erkranken. Wir wissen aber auch, dass sich die Behandlung des erkrankten Elternteils positiv auf die Kinder auswirkt. Allerdings gibt es insgesamt nur sehr wenige Studien und für Deutschland gar keine, die dies untersucht haben und wenn dann nur für ausgewählte Störungsbilder (v.a. für Depression, Angststörungen und Suchterkrankungen). Deshalb wollen wir mit dieser Studie untersuchen, wie es Eltern, die unter einer psychischen Störung leiden und ihren Kinder geht und wie sich die Psychotherapie des erkrankten Elternteils auf das Kind/die Kinder auswirkt.

Die Hälfte der Eltern erhält zusätzlich ein Elterntraining, das sogenannte Positive Erziehungsprogramm "Triple P". Wir wollen, wie die Effekte alleiniger Psychotherapie mit dem erkrankten Elternteil (Kognitive Verhaltenstherapie = KVT) oder Psychotherapie mit einem zusätzlichen Elterntraining für das erkrankte Elternteil (KVT + Positive Parenting Program = PPP) auf die Kinder sind. Ein solcher Vergleich ist bislang noch nicht durchgeführt worden. Sollte sich zeigen, dass das Elterntraining mit zusätzlichen Effekten verbunden ist, haben bereits einige Krankenkassen signalisiert, dass sie die Kosten für ein solches Training im Rahmen der Psychotherapie übernehmen würden.

Wer kann teilnehmen?
Da das Elterntraining für Eltern von Kindern im Alter von 1,5 bis 16 Jahren konzipiert ist, können alle Elternteile, die aktuell unter einer psychischen Störung leiden, bei uns ambulant behandelt werden und mit Kindern zwischen 1,5 und 16 Jahren zusammenleben, an der Studie teilnehmen. Für die Eltern ist die therapeutische Behandlung kostenlos, sie wird von den Krankenkassen getragen.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin zum Vorgespräch, bei dem sie über die Behandlung sowie Zweck und Inhalte der wissenschaftlichen Studie aufgeklärt werden. Sollten Sie Rückfragen haben, können Sie sich gerne melden unter senger@uni-landau.de oder telefonisch.

T 06341-280356-31

WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE IN UNSEREM FLYER (PDF)

Verhaltenstherapie ist unser Behandlungsverfahren

Unser Behandlungsverfahren ist die Verhaltenstherapie. In der Behandlung kommen nur Methoden zur Anwendung, die sich in der Forschung als wirksam erwiesen haben.

Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, Menschen zu helfen, ihr Denken, Fühlen und Handeln zu verändern, um somit ihre Probleme und Symptome zukünftig selbständig meistern zu können. Eine Vielzahl von Methoden kann dabei zum Einsatz kommen. Am Anfang steht eine ausführliche Informationsvermittlung über die Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten sowie eine individuelle Problemanalyse.

Häufig eingesetzte Methoden sind die Konfrontation mit problematischen Situationen, die Veränderung bestimmter gedanklicher Bewertungen oder die Einübung von neuen Verhaltensweisen (sozial kompetentes Verhalten, Entspannung).

 

Zwischen den Therapiesitzungen werden Sie durch die Ausführung von praktischen Übungen neue Herangehensweisen erproben können. Die Behandlung richtet sich nach den anfänglich gemeinsam besprochenen Therapiezielen.

Einen tieferen Einblick in die Prinzipien der Verhaltenstherapie bietet Ihnen das Buch „Wegweiser Verhaltenstherapie“ von Frederick Kanfer und Dieter Schmelzer:

Kanfer, Frederick H., Schmelzer, Dieter (2005). Wegweiser Verhaltenstherapie (2. Aufl.). Heidelberg: Springer.

 

Wir evaluieren fortlaufend unsere Arbeit - damit Sie gut behandelt werden.

Patienteneinschätzung der Verbesserung ihres Befindens im Vergleich

Bei der direkten Befragung von Veränderungen nach der Therapie schätzen 65,3% (2014/15) bzw. 72,1% (2016/17) der Patientinnen und Patienten ihr Befinden »viel besser« als vor der Therapie ein; etwas mehr als ein Viertel der Patientinnen und Patienten in beiden Zeiträumen geben an, ihr Befinden sei »etwas besser« als vor der Behandlung (siehe Abbildung). Zu einer vergleichbaren Einschätzung kommen auch die Therapeutinnen und Therapeuten: Bei 61,2% (2014/15) bzw. 63,6% (2016/17) ihrer Patienten geben sie im CGI (Clinical Global Impression of Improvement) an, dass sich das Befinden im Vergleich zum Beginn der Behandlung viel oder sehr viel verbessert hat.

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Tätigkeitsbericht (PDF)

Unser zertifiziertes Qualitätssicherungssystem sorgt für transparente und effiziente Prozesse.

Unsere Behandlungsqualität sichern wir durch folgende Maßnahmen

Evaluation

Wir evaluieren fortlaufend die Wirksamkeit unserer Behandlungen. Therapien werden regelmäßig nach jeder 10. Sitzung sowie zu weiteren definierten Zeitpunkten anhand spezieller Testverfahren bewertet.

Die Testergebnisse werden in der Therapiesitzung besprochen und bilden damit sowohl die Basis der Prozess- und Ergebnisevaluation als auch ein Instrument zur Förderung der Behandlungstransparenz.

 

 

Wissenschaftlichkeit

Die Durchführung unserer Behandlungen ist eng mit der Psychotherapieforschung des Arbeitsbereichs Klinische Psychologie der Universität in Landau verknüpft.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Therapieforschung fließen so kontinuierlich in die Behandlungen ein und stimulieren die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden in unserer Ambulanz. Es ist unsere Aufgabe und unser Anspruch, die durchzuführenden Therapien kontinuierlich dem neuesten Stand der Forschung anzupassen.

 

 

Qualitätsmanagement

Die Universitätsambulanz ist nach dem Qualitätsmanagementsystem QEP® - Qualität und Entwicklung in Praxen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zertifiziert.

Das System wurde speziell für die Anwendung in vertragsärztlichen und –psychotherapeutischen Praxen entwickelt und definiert einheitliche Qualitätsstandards für den gesamten Ambulanzbetrieb.