Forschung

Als universitäre Ausbildungseinrichtung ist uns die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein zentrales Anliegen. Wir regen unsere Studierenden deshalb an, sowohl im Rahmen eigener Forschungsvorhaben als auch durch die Teilnahme an unseren laufenden Forschungsprojekten praktische Erfahrungen in der angewandten Psychotherapieforschung zu sammeln.

Aktuelle Forschungsprojekte in unserer Ambulanz

Anbei finden Sie Informationen zu unseren aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden dazu auf die Homepage der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie weitergeleitet.

 

 

Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehört zu unserem Auftrag: Wir geben Ihnen Starthilfe.

Promotionsstipendien

Wir vergeben jährlich zwei Stipendien zur Vorbereitung der Promotion auf dem Gebiet der Psychotherapieforschung.

Bewerberinnen und Bewerber müssen ihr Hochschulstudium mit weit überdurchschnittlichen Studien- und Prüfungsleistungen abgeschlossen haben und die Promotion im Fachbereich Psychologie der Universität Koblenz-Landau anstreben. Teilnehmer/innen und Absolvent/inn/en des Weiterbildungsstudiengangs in Psychologischer Psychotherapie der Universität Koblenz-Landau sind insbesondere zur Antragstellung aufgefordert.

Zudem strebt das WiPP eine Erhöhung des Anteils des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses an und fordert deshalb Frauen ausdrücklich zur Antragstellung auf. Der Förderungsbeginn kann jederzeit erfolgen. Die Dauer der Förderung beträgt zwei Jahre. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1200,- €.

Merkblatt

Antragsformular

Promotionsprojekte

Promotionsprojekt zum Einfluss von Ergebnis- und Rollenerwartungen auf den Therapieerfolg

Martin Klimitsch

Obwohl als unspezifischer Wirkfaktor bereits seit Jahrzehnten beforscht, bestehen weiterhin Unklarheiten bezüglich des Einflusses von Patientenerwartungen in der Psychotherapie. In der vorliegenden Untersuchung wird der Zusammenhang zwischen Ergebnis- und Rollenerwartungen und dem Therapieerfolg (Reduktion der wahrgenommenen Symptombelastung) analysiert. Aufbauend auf dem 7-Phasen-Modell therapeutischer Veränderung (Kanfer & Grimm, 1980) sowie dem Dualen Modell der Psychotherapie (Schulte, 2005) wird ein Modell getestet, das neben Patientenerwartungen und Therapieerfolg weitere Therapieprozessvariablen wie Selbstwirksamkeit, Therapeutische Allianz und Basisverhalten des Patienten berücksichtigt. Im Zuge der auf vier Messzeitpunkte angelegten längsschnittlichen Untersuchung wird zudem die zeitliche Stabilität des Zusammenhangs zwischen Erwartungen und Therapieerfolg untersucht.

Promotionsprojekt zur Wirksamkeit manualisierter Exposition bei Panikstörung mit Agoraphobie

Romina Montini

Die geplante Untersuchung beschäftigt sich im Rahmen einer prospektiven Längsschnittstudie mit der Wirksamkeit und Durchführbarkeit von Expositionstherapie bei Panikstörung mit Agoraphobie mittels massierter Exposition. Als Grundlage wird das Manual von Lang, Helbig-Lang, Westphal, Gloster und Wittchen (2011) herangezogen und an die Gegebenheiten in der ambulanten Versorgungspraxis angepasst. Dem Promotionsprojekt liegen drei zentrale Fragestellungen zugrunde:

  1. Untersuchung der Effektivität des Behandlungsmanuals: Hierbei wird von Interesse sein, wie gut die Umsetzung des Manuals bezüglich Praktikabilität und Akzeptanz auf Seiten der Patienten und Therapeuten realisierbar ist.
  2. Identifikation von Prädiktoren früher Fortschritte im Therapieprozess: Diese stehen in Zusammenhang mit größeren Gesamt-Therapieerfolgen (u.a. Crits-Cristoph et al., 2001; Penava et al., 1998).
  3. Untersuchung der wechselseitigen Beeinflussung von therapeutischer Allianz und Behandlungserfolg: Eine gute Therapiebeziehung stellt einen wichtigen Wirkfaktor für den Behandlungserfolg dar und gilt als Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung von Expositionsverfahren (Hand, 2008).

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